Google beerdigt Custom Gadgets – Termin für die Beisetzung: Ende März

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Wie Google-Kreise unlängst durchsickern ließen, werden YouTube Custom Gadgets ab März nicht mehr zur Verfügung stehen. Alle noch bestehenden Gadgets werden am 31.12.2015 endgültig deaktiviert.
Custom Gadgets R.
est I.n P.eace.!

Operation erfolgreich, Patient tot!

Die Nachricht kommt plötzlich, wenn auch nicht völlig unerwartet. Das klingt paradox, ist aber in etwa vergleichbar mit der Situation eines chronisch Kranken: Ein gesundheitlich vorgeschädigter Patient wird nach einem schweren, aber erfolgreichen Eingriff aus dem Krankenhaus entlassen und stirbt dann doch plötzlich während der Rekonvaleszenzphase. Bereits im letzten Jahr hatte Google entschieden, die benutzerdefinierten YouTube Gadgets für mobile Endgeräte zu deaktivieren. Wer aber dachte, damit sei der Patient „Custom Gadgets“ für das Desktop entlassen und wieder auf dem Weg der Besserung, muss nunmehr erfahren, dass er den Eingriff doch nicht überlebt hat. Die Entscheidung, dem YouTube Markenkanal endgültig den Todesstoß zu versetzen, beruhe unter anderem darauf, dass die Gadgets nicht mehr auf mobilen Endgeräten ausgespielt würden, jedoch mehr als 50 Prozent aller Views auf YouTube über diese Geräte erfolgten. Als skalierbare Lösung seien die Gadgets daher nicht mehr zu empfehlen. So heißt es bei Google. Im Klartext heißt das: Operation erfolgreich, Patient tot!

Es lebe der Standard!

Durch die ersatzlose Streichung des personalisierbaren Brand Channels müssen alle online-werbewilligen Unternehmen sich jetzt auf eine Channel-One-Strategie umstellen. In der nutzerfreundlichsten Interpretation liegt in der aktuellen Google-Entscheidung ein Akt der Demokratisierung: Für alle – unabhängig von ihrem Werbebudget – gilt ab März oder spätestens ab Jahresende damit der gleiche Standard. Bösere Zungen – und alle Werbetreibenden, die kürzlich noch in den Glauben an den Fortbestand in das Custom Gadget investiert haben, – werden diese Entscheidung eine klare Machtdemonstration nennen. Für Google selbst war es wahrscheinlich nur eine schlichte Frage der Rentabilität: Zu viel Kosten und Aufwand, zu wenig Gewinn.

Wir bei netspirits trauern über den Verlust unseres Gadgets. Unsere Gedanken gelten aber nicht der Vergangenheit, sondern der Zukunft: Wir werden uns wieder den bestehenden YouTube Features zuwenden, um die Lücke, die das Ende der YouTube Custom Gadgets hinterlässt, zu schließen.

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